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Newsletter Ausgabe 4 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

Zum Start in die neue Saison blicken wir auf Gelungenes und Bewährtes – wie etwa das „atmende“ Bühnenbild zu „Penthesilea“ der Staatsoper Hannover und die Entwicklung von Schminktischen bei den Bregenzer Festspielen. In Bayreuth wird im Oktober das Friedrichsforum eröffnet. Die Sanierung, ein langwieriger Prozess, ist – zur Freude aller Beteiligten und für das Publikum – auch gelungen. Doch auch kritische Analysen fehlen in der neuen Ausgabe nicht: Welche Rahmenbedingungen sollten Theater schaffen, um attraktive Arbeitsplätze zu bieten? Und: Die technische Unterbrechung bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises im Mai könnte, wird sie präzise untersucht, als fachliche Informationsquelle dienen.

Einen anregende Lektüre wünscht Ihnen und Euch die BTR-Redaktion!

 

Vom Sorgenkind zur Bühne der Zukunft

Die Stadthalle in Bayreuth, heute das Friedrichsforum, bildete über Jahrzehnte ein kulturelles Zentrum und ermöglichte eine große Programmvielfalt. Doch zahlreiche bauliche und technische Mängel erforderten eine Sanierung. Nach einer langen Planungs- und Bauphase steht die Eröffnung des neuen Friedrichsforums im Oktober bevor. Ein Bericht – zur Entstehung, Technik und der Generalsanierung des Hauses.

Sichtbarer Ausfall in unsichtbaren Netzen

Am 29. Mai 2026 wurde in Halle 20 der Messe Berlin der Deutsche Filmpreis 2026 verliehen. Eine technische Störung an dem Abend führte zu einer längeren Unterbrechung der Veranstaltung. Der Beitrag ordnet ein und plädiert dafür, den Vorgang präzise zu analysieren und Fehler als fachliche Informationsquelle zu nutzen.

Leim an den Füßen

Nicht zu wenige Fachkräfte gäbe es für die technischen Abteilungen der Theater und Opernhäuser, stellt der Autor fest. Vielmehr minderten die Rahmenbedingungen an den Häusern zunehmend die Attraktivität dieser Arbeitsplätze. Warum entscheiden sich immer weniger technische Führungskräfte bewusst für das Theater? Eine Analyse als Auftakt für eine Debatte.

In der Praxis bewährt

Auch die Maskenbildnerei ist bei den Bregenzer Festspielen ein wichtiges Gewerk. Für eine optimale Arbeitsfähigkeit der Abteilung und ihren Mitarbeiter:innen wurden von der Leitung Maske mit den hauseigenen Werkstätten neue, flexible Schminktische entwickelt. Ein Beitrag zum Entwicklungsprozess – von ersten Lösungen über verschiedene Entwicklungsstufen bis zum heute eingesetzten Schminktisch.

„Auf die Perspektive räumlich reagieren“

Die Bühnen- und Kostümbildnerin Nina von Mechow ist für Film und Theater tätig, entwarf das Raumkonzept für die Neueröffnung des Berliner Praters, lehrt in Wien und gestaltete zuletzt auch die Bühne für „Irgendetwas ist passiert“ von Anne und Fabian Hinrichs an der Volksbühne Berlin. Ein Gespräch über aktuelle und künftige Produktionen.

Die atmende Bühne(free)

Im März feierte an der Staatsoper Hannover die deutsche Erstaufführung der Oper „Penthesilea“ des französischen Komponisten Pascal Dusapin ihre Premiere. Die Schrecken des Krieges, kontrastiert von einer zarten Liebe, dafür hat Bühnenbildner Paul Zoller einen wandelbaren Raum erdacht. Die Verletzlichkeit der Menschen und ihrer Seele findet ihren Ausdruck in einer Haut, die den Bühnenboden überspannt und sich bewegt.
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