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Newsletter Jahrbuch 2026

Liebe Leser*innen,

Beim Fußball werden Sieg-Wetten abgeschlossen, bei uns taucht immer mal die Frage auf: Wann holt XYZ einen Titel in der internationalen Kritiker*innen-Umfrage, die wir mit jedem Jahrbuch veröffentlichen? Ehrlich gesagt haben wir auf die Gewinnerin, die sich 2026 als «Choreografin des Jahres» durchgesetzt hat, ziemlich lange gewartet. Absolut überzeugend auch die Auszeichnung in der Kategorie «Online-Event», ebenso das «Glanzlicht des Jahres», gefolgt von weiteren fünf «Glanzpunkten»… Gestern erschien das «tanz Jahrbuch 2026» mit der gesamten Umfrage, mit ausführlichen Porträts der Winners, Profilen künftiger VIPs und heutiger Hotspots – sowie einer Hommage an die Persönlichkeit, der wir den Lifetime Achievement Award 2026 widmen.

Viel Vergnügen, Erkenntnis und Empowerment bei der Lektüre wünscht Ihnen – die tanz-Redaktion

 

Performative turn(free)

Im Thementeil des Jahrbuchs suchen wir nach «Komplizen»: nach Bündnissen und Verbündeten, Schulterschlüssen und Synergien, die den Tanz verändern und voranbringen, die seine Reichweite vergrößern und ihm neue Horizonte erschließen.Von der wechselseitigen Attraktion zwischen Museum und Tanz berichtet Peter Gorschlüter, Direktor des Museum Folkwang in Essen

System-Scan

Eine Analyse zeigt, warum der Choreograf Boris Charmatz und das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch nicht zusammen fanden. Historische Strukturen nimmt auch das Interview mit Bonaventure Soh Bejeng Ndikung vom Berliner Haus der Kulturen der Welt ins Visier: Wie steht es um die Kunst und die kolonialen Denkmuster des Westens?

Verführung(free)

Wie Inklusion, Partizipation, Diversität neue Räume öffnen und ästhetische Parameterverschieben, beschreiben Beiträge der Tanzwissenschaftlerinnen Gabriele Brandstetterund Lucia Ruprecht. Vielfalt regiert auch im Publikum, jedenfalls wenn der Pop-Performer Bruno Mars im Berliner Olympiastadion aufschlägt.

Mut zum Risiko(free)

Die Choreografen Adam Linder und Louis Stiens werfen kritische Blicke auf ein Theatersystem, das die Freie Szene grosso modo ausblendet und angesichts angespannter Verhältnisse eher traditionelle als innovative Wege beschreitet. Und neun Tanzkünstler*innen beantworten die Frage, welche Kompliz*innen für sie persönlich unverzichtbar sind.

Dear Data

Quantensprung oder Büchse der Pandora? Chancen und Risiken der KI sind in aller Munde und haben natürlich auch die Experimentierfelder des Tanzes längst erreicht.Taugt das artifizielle Tool als Komplize des Tanzes? Oder ist es eine Bedrohung für Live-Experience und menschliche Inspiration? Der britische Choreograf Alexander Whitley, zuletzt beim Hessischen Staatsballett zu Gast, hat sich nicht nur auf AI-Unterstützung eingelassen, sondern arbeitet aktiv an der Verknüpfung von realen und digitalen Körpern. Was ihn daran reizt und wie es funktioniert, erläutert er in einem ausführlichen Gespräch.

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